Wer ist Lena Kesting? Biografie, Karriere & ZDF

Wer morgens das ZDF-Morgenmagazin einschaltet, kennt ihr Gesicht: Lena Kesting präsentiert dort seit Jahren den Sport – sachlich, nahbar und mit einer Glaubwürdigkeit, die man nicht lernen kann. Denn Kesting weiß, wovon sie spricht: Bevor sie Journalistin wurde, war sie selbst Leistungssportlerin.
Die heute 32-Jährige gehört zu den bekanntesten jungen Sportmoderatorinnen im deutschen Fernsehen. Ob Olympische Spiele, Ski-Weltcup oder Fußball-EM – wenn es um große Sportmomente geht, ist Lena Kesting für das ZDF regelmäßig mittendrin. Doch wie wurde aus der Schwimmerin vom Niederrhein eine der gefragtesten Sportjournalistinnen des Landes?
Lena Kesting Steckbrief
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Lena Kesting |
| Geburtsdatum | 20. März 1994 |
| Geburtsort | Viersen, Nordrhein-Westfalen |
| Alter 2026 | 32 Jahre |
| Beruf | Journalistin, Fernsehmoderatorin |
| Bekannt durch | Sport im ZDF-Morgenmagazin |
| Ausbildung | Studium Sportjournalismus, Macromedia Hochschule Köln |
| Sender | ZDF (seit 2019) |

Vom Schwimmbecken ins TV-Studio: Lena Kestings frühe Jahre
Lena Kesting wurde am 20. März 1994 in Viersen am Niederrhein geboren und wuchs in Wegberg auf. Schon als Kind zog es sie ins Wasser: Von 2005 bis 2012 betrieb sie Schwimmen als Leistungssport – zunächst für die Freien Schwimmer Wegberg 1993, ab 2010 für die SG Mönchengladbach. Sieben Jahre lang bestimmten frühes Aufstehen, Trainingseinheiten und Wettkämpfe ihren Alltag.
Diese Zeit prägte sie nachhaltig. Wer selbst erlebt hat, was es bedeutet, sich auf einen Wettkampf vorzubereiten, mit Niederlagen umzugehen und im entscheidenden Moment Leistung abzurufen, entwickelt ein besonderes Gespür für Sportler. Genau dieses Gespür zeichnet ihre Moderationen bis heute aus.
2012 machte Kesting ihr Abitur am Maximilian-Kolbe-Gymnasium in Wegberg. Danach war klar, wohin die Reise gehen sollte: Von 2012 bis 2016 studierte sie Sportjournalismus an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Köln – die perfekte Verbindung aus ihrer sportlichen Vergangenheit und ihrer Leidenschaft fürs Erzählen.
Karriere: Der Weg zum ZDF
Erste Schritte: Hospitanz, Sat.1 und Hessischer Rundfunk
Noch während des Studiums sammelte Lena Kesting praktische Erfahrung: Von 2015 bis 2017 arbeitete sie als Hospitantin und studentische Hilfskraft in der ZDF-Sportredaktion. Es war ihr erster intensiver Kontakt mit dem Sender, für den sie später einmal vor der Kamera stehen sollte.
Nach dem Studium absolvierte sie bis 2019 ein Volontariat bei Sat.1 NRW und moderierte dort bereits erste Sendungen. Ab 2019 kehrte sie als TV- und Online-Redakteurin in die ZDF-Sportredaktion zurück und arbeitete parallel als Reporterin für den Hessischen Rundfunk in den Studios Kassel und Frankfurt am Main. Diese Jahre als Reporterin – draußen bei den Athleten, nah am Geschehen – legten das Fundament für ihren späteren Moderationsstil.
Durchbruch im ZDF-Morgenmagazin
Seit September 2020 moderiert Lena Kesting den Sport im ZDF-Morgenmagazin. Die tägliche Live-Sendung verlangt Spontaneität, Fachwissen und die Fähigkeit, komplexe Sportthemen in wenigen Minuten verständlich zu machen – alles Stärken, die Kesting mitbringt. Schnell wurde sie zu einem der vertrauten Gesichter des Formats.
Doch Kesting blieb nicht auf das Studio beschränkt. Das ZDF schickte sie zu den größten Sportereignissen der Welt: 2021 berichtete sie live von den Schwimmwettbewerben der Olympischen Spiele in Tokio, 2022 vom Rodeln bei den Olympischen Winterspielen in Peking. Im selben Jahr war sie bei der Fußball-EM der Frauen in England im Einsatz – und bewies damit ihre Vielseitigkeit auch abseits ihrer Paradedisziplin Schwimmen. Große Turniere wie die Fußball-WM gehören seitdem fest zu ihrem Berichtsgebiet.
In der Saison 2022/23 übernahm sie gemeinsam mit Marco Büchel die Moderation des Ski-Weltcups und der Ski-WM – eine Aufgabe, die sie zunächst vor eine echte Herausforderung stellte. Im Interview mit der Agentur teleschau erzählte sie offen, wie es dazu kam: „Irgendwann kam die Frage: Norbert König hört auf – ‚Wie sieht’s mit dir und Skispringen aus?‘ Ich stand da wie der Ochs vorm Berg“, lachte Kesting. Also arbeitete sie sich in die technisch anspruchsvolle Sportart ein – unter anderem mit einer langen Fragenliste an ZDF-Experte Severin Freund: „Erklär mir bitte Skispringen!“
Heute weiß sie: Zum Skispringen gehört „extrem viel Gefühl“. Und: „Das kann man nicht nachempfinden, wenn man nie auf der Schanze gestanden hat. Auch jetzt noch lerne ich immer noch viel dazu.“ Diese Haltung – neugierig bleiben, dazulernen, ehrlich mit Wissenslücken umgehen – macht sie beim Publikum so beliebt.
Seit 2023 moderiert Kesting gemeinsam mit Sven Voss die Gala zur Ernennung des Sportlers des Jahres. Im Sommer 2024 berichtete sie von den Schwimmwettbewerben bei den Olympischen Spielen in Paris, und bei den Olympischen Winterspielen 2026 war sie gemeinsam mit Severin Freund bei den Skisprung-Wettbewerben in Predazzo im Einsatz.
Lena Kesting: Karriere-Meilensteine im Überblick
| Jahr | Station |
|---|---|
| 2005–2012 | Leistungsschwimmerin (Wegberg, Mönchengladbach) |
| 2012 | Abitur am Maximilian-Kolbe-Gymnasium Wegberg |
| 2012–2016 | Studium Sportjournalismus, Macromedia Hochschule Köln |
| 2015–2017 | Hospitantin und Hilfskraft, ZDF-Sportredaktion |
| 2017–2019 | Volontariat und Moderation bei Sat.1 NRW |
| 2019 | TV- und Online-Redakteurin ZDF, Reporterin Hessischer Rundfunk |
| 2020 | Moderation Sport im ZDF-Morgenmagazin |
| 2021 | Olympia Tokio (Schwimmen) für das ZDF |
| 2022 | Olympia Peking (Rodeln), Fußball-EM der Frauen |
| 2022/23 | Ski-Weltcup und Ski-WM mit Marco Büchel |
| 2023 | Gala „Sportler des Jahres“ mit Sven Voss |
| 2024 | Olympia Paris (Schwimmen) |
| 2026 | Olympia Winterspiele (Skispringen) mit Severin Freund |
Lena Kesting privat: Was ist über ihr Leben bekannt?
Über ihr Privatleben spricht Lena Kesting nur sparsam – der Fokus liegt klar auf ihrer Arbeit. Auf ihrer eigenen Website beschreibt sie sich als aufgewachsen am Niederrhein, studiert im Rheinland und geprägt durch Eltern aus dem Ruhrpott – heraus komme dabei „eine authentische und kommunikative Frohnatur“.
Bekannt ist, dass sie in Köln lebt – ihre Wahlheimat, die sie selbst als „Zuhause der Seele“ bezeichnet. Nach langen Drehs und Reisen zu Sportevents in aller Welt kehrt sie dorthin immer wieder gern zurück. Über Partner oder Familie hält sie sich aus der Öffentlichkeit heraus, was in der Branche durchaus respektiert wird.
Was man über sie weiß: Sie gilt als ehrgeizig, bodenständig und neugierig. Kolleginnen und Kollegen schätzen ihre gründliche Vorbereitung – wer sie bei Olympia erlebt hat, weiß, dass hinter ihrer lockeren Art am Mikrofon stundenlange Recherche steckt.
Häufig gestellte Fragen zu Lena Kesting
Wie alt ist Lena Kesting?
Lena Kesting wurde am 20. März 1994 in Viersen geboren. Damit ist sie im Jahr 2026 32 Jahre alt.
Wo hat Lena Kesting studiert?
Sie studierte von 2012 bis 2016 Sportjournalismus an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Köln. Bereits während des Studiums hospitierte sie in der ZDF-Sportredaktion.
Seit wann moderiert Lena Kesting das ZDF-Morgenmagazin?
Seit September 2020 präsentiert sie dort den Sport. Zuvor war sie als Redakteurin und Reporterin für das ZDF und den Hessischen Rundfunk tätig.
War Lena Kesting selbst Leistungssportlerin?
Ja. Von 2005 bis 2012 betrieb sie Schwimmen als Leistungssport, zunächst in Wegberg und ab 2010 für die SG Mönchengladbach. Diese Erfahrung prägt bis heute ihre Sportberichterstattung.
Fazit: Eine Moderatorin mit Tiefgang
Lena Kesting steht für eine neue Generation von Sportjournalistinnen: fachlich fundiert, menschlich nahbar und ohne Berührungsängste vor neuen Herausforderungen – ob Schwimmbecken, Rodelbahn oder Skisprungschanze. Ihr Weg von der Leistungsschwimmerin über das Sportjournalismus-Studium bis ins ZDF-Morgenmagazin zeigt, dass Leidenschaft und Beharrlichkeit sich auszahlen.
Ob bei Olympia, Weltcup oder der täglichen Sportschau am Morgen – Lena Kesting hat sich ihren Platz im deutschen Sportfernsehen längst erarbeitet. Und eines ist sicher: Von ihr wird man noch viel hören.



